Modul 5: In der Ruhe liegt die Kraft: Meditation und Achtsamkeitstraining

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Modul 5: In der Ruhe liegt die Kraft: Meditation und Achtsamkeitstraining 2018-06-23T18:25:03+00:00

Drei Schritte tue nach innen, dann den nach außen.
(Rudolf Steiner)

Der Alltag ist manchmal rauh, verwirrend und sehr beanspruchend. Wir fühlen uns oft überfordert und persönliche Probleme belasten uns. Am Tag sind wir nervös und erschöpft. In der Nacht ruhelos. Am Morgen wachen wir frustriert auf. Die Arbeit ist zur Routine, die Freizeit zum Stress geworden. Einst hatten wir Hoffnung, doch heute fehlen die Perspektiven. Wir fühlen uns ausgebrannt. Was ist geschehen?

Meditation und Achtsamkeit können uns vor allem in schwierigen Phasen Klarheit und Aufschluss geben.

Wir sehen, was JETZT ist: in uns und um uns. Wir urteilen nicht, beurteilen nicht, bewerten nicht, verwerten nicht, konsumieren nicht, wir nehmen nur wahr: wach und aufmerksam.

So leicht ist das?

Ja, so leicht ist das.

Und doch so schwer.

Meditation und Achtsamkeit sind Methoden, die helfen, unsere Aufgaben zu erfüllen und unser Leben zu meistern. Wir werden gelassener und stressresistenter, konzentrierter und lernfähiger, empathischer, aufgeschlossener und glücklicher.

Meditation: mitten im Leben, mitten im Beruf

Das haben auch große Unternehmen erkannt. Der IT-Riese Google hat im Jahr 2012 die Initiative „Search Inside Yourself Leadership Institute (SIYS)“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um ein Trainingsprogramm, das Stress reduzieren, den Fokus schärfen, die Belastbarkeit erhöhen und die Empathie fördern soll. Auch der deutsche Softwarekonzern SAP hat die Notwendigkeit der Achtsamkeitspraxis erkannt. Bereits tausende Mitarbeiter haben dort gelernt, durch Meditation einen klaren Kopf und ein mitfühlendes Herz zu bekommen.

Meditation und Achtsamkeit machen uns gelassener und stressresistenter, wacher und lernfähiger, empathischer und aufgeschlossener.

Neuroplastizität des Gehirns

Auch Neurowissenschafter haben herausgefunden, dass unser Gehirn durch die Praxis der Meditation und Achtsamkeit in positiver Weise verändert wird. Das Gehirn ist nämlich ein Leben lang formbar und daher mit sehr einfachen Mitteln nachhaltig zu unseren Gunsten beeinflussbar. Im Fachjargon nennt man das Neuroplastizität.

In einer Reihe von Studien konnte gezeigt werden, dass bereits nach acht Wochen Meditation (45 Minuten pro Tag) eine signifikante Verdichtung der grauen Substanz im Hippocampus zu beobachten ist – eine Struktur, die bei Dauerstress durch einen hohen Cortisolspiegel im Blut geschädigt werden kann. Der Hippocampus ist enorm wichtig für die Gedächniskonsolidierung (Überführung von Gedächnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis). Die Abnahme der subjektiven Stressbelastung durch Meditation war zudem mit einer Abnahme der Dichte der grauen Substanz in der Amygdala (Mandelkern) verbunden, die eine wichtige Rolle bei der Auslösung von Angstreaktionen spielt.

Meditation und Achtsamkeitstraining in der Sprachküche

  • Wir lernen das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden.
  • Wir stärken das, was wir brauchen, und lassen los, was wir nicht (mehr) brauchen.
  • Wir lernen zu unterscheiden zwischen blinden Impulsen, die überholten Verhaltens- und Denkmustern entspringen, und echter Intuition, die uns zu neuen Werken und Taten anregt.
  • Wir bekommen Klarheit im Geist und Entschiedenheit im Handeln.
  • Wir fördern die Harmonie in uns selbst und ein harmonisches Zusammenleben mit anderen.

Meditation ist die Kunst, die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen, damit das Sein erwacht. In der Ruhe gewinnen wir Kraft, Klarheit und Stabilität für die Aufgaben und Herausforderungen unseres Lebens. Wir entdecken uns zunehmend als produktive Lebens- und Weltgestalter und setzen dergestalt alten Opfer- und Leidensmustern ein Ende. Mit einem Geist, der die Quelle der Ruhe genossen hat, beantworten sich Fragen von selbst. ES löst sich, was bisher ausweglos schien.

In der Ruhe öffnet sich das Herz.

Wir werden uns unserer Verbundenheit bewusst, fühlen uns nicht mehr allein und treten mit anderen in ein positives Gespräch. Wir werden fähig, anderen Menschen Kraft und Orientierung zu geben.

Aus der Stille der Meditation kommen wir in eine neue Tat-Kraft und halten so den Anforderungen des Lebens und den Stürmen des Alltags gelassen stand.