Meditation und Achtsamkeitstraining

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Meditation und Achtsamkeitstraining 2018-06-28T01:39:24+00:00

Sehen, was ist,
leben, was wir sind,
tun, was zu tun ist

Wir werden geboren, leben und sterben. Die Jahre fliegen dahin, und die Zeit, die wir haben, ist bemessen. Meist sitzen wir fest in den Tälern der Vergangenheit und sehnen uns in die lichten Höhen einer unbestimmten Zukunft, erfüllt von Hoffnung und Sehnsucht. Irgendwann, so rufen wir, und meinen, irgendwann wäre es soweit, und das Glück käme auf uns herab.

Allein, wir arbeiten Tag für Tag, schaffen, was wir können, und wenn es still wird um uns, dann erwachen die Fragen:

Wo ist die Zeit, die bleibt? Wo bin ich in der Zeit, die geht? Warum bin ich überhaupt?

Ja, das kann uns möglicherweise durch den Kopf gehen. Vor diesen Fragen zu fliehen, ist ausweglos, denn sie holen uns ein, immer wieder. Uns zu betäuben, wenn das Feuer der Lebensrätsel in uns brennt, bringt nichts, denn die Ernüchterung folgt zwangsläufig.

Was tun?

Ein möglicher Weg, offen für jegliche Gesinnung und Weltanschauung, ist Meditation und Achtsamkeit. Achtsam nehmen wir wahr, was ist, in uns und um uns. Wir öffnen unsere Augen für das, was jetzt ist, in diesem Augen-Blick.

Sehen, was ist, können wir nur im Hier und Jetzt, in der Gegenwart.
Leben, was wir sind, können wir nur im Hier und Jetzt, in der Gegenwart.

Die Gegenwart ist offener Raum und unendliche Weite, dort, wo die Antworten auf uns warten und wir selbst zur Antwort werden. Doch die Gegenwart lässt sich nicht beibringen, sie lässt sich nicht indoktrinieren, sie lässt sich nicht abprüfen. Sie lässt sich aber erfahren. Niemand kann das für einen tun. Für die Gegenwart kann man nicht in den Krieg ziehen, weil allein in der Gegenwart der Frieden liegt.

Sehen, was ist

Nur in der Gegenwart sehen wir, was ist, und schweigen die Störenfriede, die Stimmen in unserem Inneren: die Besserwisser, die Nörglerinnen, die Wutentbrannten, die Phantasten, die Träumer, die sich Schämenden, die Richterinnen und die Henker. Alle schweigen sie, weil ihnen in der Gegenwart die Argumente ausgehen.

Was können wir uns für unseren Alltag mehr wünschen als zu sehen, was ist, achtsam in der Welt zu sein, mit Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit unsere täglichen Aufgaben zu erfüllen? So wird alles gut. So ist alles gut.

Achtsamkeit: Schlüssel zur Klarheit

Meditation und Achtsamkeit führt uns in eine große Klarheit sowohl für die kleinen als auch für die großen Dinge des Lebens. In dieser Klarheit wird uns offenbar, was wir sinnvoll mit unserem Leben anfangen sollen, wie wir zu einem neuen Anfang kommen und wann der richtige Augenblick ist.

Meditation und Achtsamkeit ist eine Methode, die uns hilft, unser Leben und unsere Aufgaben zu meistern. Wir werden gelassener und stressresistenter, wacher und lernfähiger, empathischer und aufgeschlossener.

Das haben auch große Unternehmen erkannt. Der IT-Riese Google hat im Jahr 2012 die Initiative „Search Inside Yourself Leadership Institute (SIYS)“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um ein Trainingsprogramm, das Stress reduzieren, den Fokus schärfen, die Belastbarkeit erhöhen und die Empathie fördern soll. Auch der deutsche Softwarekonzern SAP hat die Notwendigkeit der Achtsamkeitspraxis erkannt. Bereits tausende Mitarbeiter haben dort gelernt, durch Meditation einen klaren Kopf und ein mitfühlendes Herz zu bekommen.

Neuroplastizität des Gehirns

Auch Neurowissenschafter haben herausgefunden, dass unser Gehirn durch die Praxis der Meditation und Achtsamkeit in positiver Weise verändert wird. Das Gehirn ist nämlich ein Leben lang formbar und daher mit sehr einfachen Mitteln nachhaltig zu unseren Gunsten beeinflussbar. Im Fachjargon nennt man das Neuroplastizität.

In einer Reihe von Studien konnte gezeigt werden, dass bereits nach acht Wochen Meditation (45 Minuten pro Tag) eine signifikante Verdichtung der grauen Substanz im Hippocampus zu beobachten ist – eine Struktur, die bei Dauerstress durch einen hohen Cortisolspiegel im Blut geschädigt werden kann. Der Hippocampus ist enorm wichtig für die Gedächniskonsolidierung (Überführung von Gedächnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis). Die Abnahme der subjektiven Stressbelastung durch Meditation war zudem mit einer Abnahme der Dichte der grauen Substanz in der Amygdala (Mandelkern) verbunden, die eine wichtige Rolle bei der Auslösung von Angstreaktionen spielt.

Geführte Meditationen, stilles Sitzen und Achtsamkeitstraining in der Sprachküche

  • Wir lernen das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Wir stärken das, was wir brauchen, und lassen los, was wir nicht (mehr) brauchen.
  • Wir lernen zu unterscheiden zwischen blinden Impulsen, die überholten Verhaltens- und Denkmustern entspringen, und echter Intuition, die uns zu neuen Werken und Taten anregt.
  • Wir bekommen Klarheit im Geist und Entschiedenheit im Handeln.
  • Wir fördern die Harmonie in uns selbst und ein harmonisches Zusammenleben mit anderen.

Meditation ist die Kunst, den Alltagsgeist zur Ruhe kommen zu lassen, damit das Sein erwacht. In der Ruhe gewinnen wir Kraft, Klarheit und Stabilität für die Aufgaben und Herausforderungen unseres Lebens. Wir entdecken uns zunehmend als produktive Lebensgestalter und Weltgestalterinnen und setzen dergestalt alten Opfer- und Leidensmustern ein Ende. Mit einem Geist, der die Quelle der Ruhe genossen hat, beantworten sich Fragen von selbst. Es löst sich, was bisher ausweglos schien.

In der Ruhe öffnet sich das Herz. In der Ruhe erfrischt sich das Denken mit kreativen, wegweisenden Intuitionen.

Wir werden uns unserer Verbundenheit bewusst, fühlen uns nicht mehr allein und treten mit anderen in ein positives Gespräch. Wir werden fähig, anderen Menschen Kraft und Orientierung zu geben.

Aus der Stille der Meditation schreiten wir entschieden in eine intuitive Tat-Kraft und halten so den Anforderungen des Lebens und den Stürmen des Alltags gelassen stand.