Modul 4: Meditation und Achtsamkeitstraining

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Modul 4: Meditation und Achtsamkeitstraining 2018-06-23T15:18:38+00:00

Wichtig ist nur, dass du ganz du selbst bist. Lass dich von nichts und niemandem an der Nase herumführen – sitz einfach stabil an deinem Platz.
(Kodo Sawaki)

Vielleicht wachen wir in der Früh mit Herzrasen auf und wissen nicht, was wir zuerst machen sollen. Unser Terminkalender ist ein Schlachtfeld und es scheint, als müssten wir uns schon beim Frühstück zerreißen. Wir haben viel Verantwortung zu tragen, müssen permanent Entscheidungen treffen und bei alledem den Überblick behalten.

Wir wollen dennoch gelassen bleiben, auch wenn ein rauher Wind weht. Wir wollen unsere Wahrnehmung für Menschen und Situationen schärfen. Wir wollen einen achtsamen, mitfühlenden Umgang mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern und uns selbst und damit ein produktives, harmonisches Umfeld schaffen, in dem wir alle erfolgreich und zufrieden sind.

Ein sicherer Weg, der uns durch die Stürme des Berufs- und Privatlebens führt, ist Meditation und Achtsamkeit.

Meditation und Achtsamkeit sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, damit wir allererst zu uns selbst kommen. Erst dann wissen wir,

  • was wir sinnvoll mit unserem Leben anfangen sollen
  • wie wir anfangen sollen
  • was konkret zu tun ist und
  • wann etwas zu tun ist

Meditation: mitten im Leben, mitten im Beruf

Meditation und Achtsamkeit sind ein Weg, der uns in dieses Wissen hineinführt, uns hilft unser Leben und die Aufgaben unseres Lebens souverän zu meistern. Das haben auch große Unternehmen erkannt. Der IT-Riese Google hat im Jahr 2012 die Initiative „Search Inside Yourself Leadership Institute (SIYS)“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um ein Trainingsprogramm, das Stress reduzieren, den Fokus schärfen, die Belastbarkeit erhöhen und die Empathie fördern soll. Auch der deutsche Softwarekonzern SAP hat die Notwendigkeit der Achtsamkeitspraxis erkannt. Bereits tausende Mitarbeiter haben dort gelernt, durch Meditation einen klaren Kopf und ein mitfühlendes Herz zu bekommen.

Meditation und Achtsamkeit machen uns gelassener und stressresistenter, wacher und lernfähiger, empathischer und aufgeschlossener.

Neuroplastizität des Gehirns

Auch Neurowissenschafter haben herausgefunden, dass unser Gehirn durch die Praxis der Meditation und Achtsamkeit in positiver Weise verändert wird. Das Gehirn ist nämlich ein Leben lang formbar und daher mit sehr einfachen Mitteln nachhaltig zu unseren Gunsten beeinflussbar. Im Fachjargon nennt man das Neuroplastizität.

In einer Reihe von Studien konnte gezeigt werden, dass bereits nach acht Wochen Meditation (45 Minuten pro Tag) eine signifikante Verdichtung der grauen Substanz im Hippocampus zu beobachten ist – eine Struktur, die bei Dauerstress durch einen hohen Cortisolspiegel im Blut geschädigt werden kann. Der Hippocampus ist enorm wichtig für die Gedächniskonsolidierung (Überführung von Gedächnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis). Die Abnahme der subjektiven Stressbelastung durch Meditation war zudem mit einer Abnahme der Dichte der grauen Substanz in der Amygdala (Mandelkern) verbunden, die eine wichtige Rolle bei der Auslösung von Angstreaktionen spielt.

Meditation und Achtsamkeitstraining in der Sprachküche

  • Wir lernen, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Wir stärken das wirklich Wichtige und lernen loszulassen, was wir nicht (mehr) brauchen.
  • Wir lernen zu unterscheiden zwischen blinden Impulsen, die überholten Verhaltens- und Denkmustern entspringen, und echter Intuition, die Spielraum und Kreativität ermöglicht.
  • Wir bekommen Klarheit im Geist und Entschiedenheit im Handeln.
  • Wir fördern die Harmonie in uns selbst und ein harmonisches Zusammenleben und mit anderen.

Meditation ist die Kunst, die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen, damit das Sein erwacht.

In der Ruhe gewinnen wir Kraft, Klarheit und Stabilität für die Aufgaben und Herausforderungen unseres Lebens. Wir entdecken uns zunehmend als produktive Lebens- und Weltgestalter und setzen so alten Leidensmustern ein Ende. Mit einem Geist, der von der Quelle getrunken hat, beantworten sich drängende Fragen manchmal von selbst. Es löst sich, was bisher ausweglos schien. In der Ruhe öffnet sich das Herz. Wir werden uns unserer Verbundenheit bewusst, fühlen uns nicht mehr allein und treten mit anderen in ein positives Gespräch. Wir werden fähig, anderen Menschen Kraft und Orientierung zu geben.

Aus der Stille der Meditation kommen wir in eine neue Tat-Kraft und halten so den Anforderungen des Lebens und den Stürmen des Alltags mit einem inneren Lächeln stand.